Gerade noch die Pracht im Garten genossen müssen wir Hobby Gärtner uns allmählich auf den Endspurt der Saison gefasst machen. Der Garten muss winterfest gemacht werden, um im Frühjahr wieder prächtig blühen zu können. Die schönen Herbsttage sind ein Geschenk des Himmels und die angenehmen Temperaturen laden geradezu ein, aktiv zu werden.
Für einjährige Sommerblumen heißt es nun Abschied zu nehmen und sie sind ein idealer Rohstoff für den Kompost. Damit sie gut verrotten habe ich sie mit der Gartenschere in kleine Teile geschnitten. Große Wurzelballen lassen sich gut mit einem scharfen Messer zerkleinern. Empfindliche Pflanzen die den Winter über im Haus oder Garage verbringen sollten schon im Oktober, vor den ersten Nachtfrösten ins Quartier gebracht werden.
Der letzte Schnitt für Rasen und Hecke darf vor dem Winter nicht vergessen werden. Lässt man die Grashalme zu lange, drückt sie der Schnee im Winter nieder und sie beginnen an zu faulen, können vermoosen und auch ein Pilzbefall ist möglich. Gerade bei uns in Süd-Ost Bayern kann es im Winter viel Schnee geben und die Hecke muss dann kompakt und stabil die Schneelast tragen können. Daher achte ich hier darauf, dass der letzte Heckenschnitt rechtzeitig passiert.
Die groben und anstrengenden Arbeiten wie Laub rechen und entfernen zögere ich gerne hinaus. Birke, Hasel, Ahorn und der wilde Wein, dazu verschiedene Sträucher – alle werfen ihr Laub, um den Winter zu überstehen. Kaum hat man die abgefallenen Blätter entfernt, liegt schon wieder neues Laub auf den Beeten und der Rasenfläche – besonders gerne mag ich diese Arbeit nicht. Einen großen Teil des Laubes verwende ich als Winterschutz für die Staudenbeete, darüber hinaus freuen sich Nützlinge wie Insekten, Regenwürmer und auch der Igel über Futter und ein Winterquartier. Die einzigen laubfreien Zonen sind der Rasen, Gehwege im Garten und rund um das Grundstück.
Haben Bäume und Sträucher ihr Laub verloren, was sich bis November ziehen kann, hat man freien Blick auf das Astwerk. Abgestorbene und kranke Äste müssen geschnitten werden, um größere Schäden im Winter zu vermeiden. Zudem sind Herbst- oder Winterstürme nicht ausgeschlossen und manchmal muss wohl oder übel auch ein Strauch oder Baum zum Wohle des Gartens gefällt werden.
Die meisten Stauden haben ihren Blüh-Höhepunkt in den Sommermonaten und im Oktober ist alles schon ein wenig reduzierter. Doch meine Buschröschen blühten den ganzen heißen Sommer nicht so schön wie jetzt. Und auch Herbstanemonen, Fette Henne, Astern und Co. genießen wie ich die herbstliche Sonne.